Silvester-Inferno: „Das bringt mich zum Weinen!“

Vor…

Vor zwei Jahren überlebte Francesca das Silvester-Inferno in einer Grazer Bar. Die aktuellen Ereignisse in der Schweiz und die erneute Beinahe-Katastrophe in einer Bar der Murmetropole erschüttern sie.

 “Es ist so schlimm zu lesen, was in der Schweiz passiert ist. Da muss ich wieder weinen“, sagt Francesca. Gerade sie weiß, wie es sich anfühlt, durch die Feuerhölle zu gehen. Und das als völlig Unschuldige! Zum Jahreswechsel 2023/24 wollte auch sie, wie so viele andere, diesen mit ihren Freunden in Graz feiern.

Nach Mitternacht machte sie einen kurzen Abstecher in „das Stern“, wie die Stern-Bar umgangssprachlich genannt wird. Und fand sich kurz darauf in einem Albtraum wieder! Plötzlich stand das Lokal in Flammen, die dicken, schwarzen Rauchschwaden versperrten ihr die Sicht. Eine junge Niederösterreicherin starb im Feuer, weitere 27 Menschen erlitten teils schwerste Verletzungen.

„Ich weiß genau, wie es diesen Menschen geht“
Francesca erwischte es nach dem Todesopfer am schlimmsten. 75 Prozent ihrer Haut waren verbrannt, mehrere Finger mussten amputiert werden, mehrmals stand sie dem Tod näher als dem Leben. Dank des Geschicks der Ärzte darf sie auch heute noch ihren aufopfernden Ehemann Julis in die Arme nehmen.

Spender werden wahlweise in der Printausgabe der „KTN-Krone“veröffentlicht. Sollten Sie aber anonym bleiben wollen, führen Sie das bei der Einzahlung bitte explizit an. Ihre Spenden sind auch steuerlich absetzbar!

Mit ihrem Schicksal hadert die tapfere Frau nicht. „Mir wurde eine wundervolle zweite Chance geschenkt“, sagte sie in einem Interview zur „Krone“. Die jüngsten Geschehnisse in der Schweiz lassen allerdings wieder die Erinnerungen hochkommen. „Als ich damals aus dem Koma erwacht bin, habe ich alles nachgelesen. Ich habe über eine schwer verletzte Frau gelesen und dachte: ,Ja, das bin ich.‘ Oder über eine Frau, die bereits zig Operationen hinter sich gebracht hat. Ja, das war, bin auch ich. Das jetzt liest sich anders, weil es nicht ich bin. Aber ich weiß genau, wie es diesen Menschen geht. Es tut mir so unendlich leid!“

Nicht nur das Brand-Inferno in der Schweiz hat sie mitgenommen. Denn auch in Graz wäre es beinahe erneut zu einer Katastrophe gekommen. „Mein Mann hat mich nach Mitternacht angerufen und gesagt: ,Schatz, es brennt schon wieder!‘“ Gemeint hat er damit jenen Zwischenfall im Innenstadt-Lokal Wunderbar. Auch hier steckten zuvor ausgeteilte Sprühkerzen die Decke in Brand. 13 Menschen erlitten Verletzungen, weil sie in Panik aus dem Lokal stürmten. „Das hat mich so erschrocken, ich dachte, das kann nicht wahr sein! Ein sehr guter Freund war auch drin, zum Glück hat er nur leichte Verletzungen davongetragen. Dort gab es aber auch sichtbare Notausgänge, kein Vergleich zu damals“, ist Francesca erleichtert.

Auch Lars-Peter Kamolz, Leiter der Chirurgie am LKH Graz, eilte nach einer Massenanfalls-Meldung ins Spital: „Das war wie ein Déjà-vu, ich dachte: ,Nein, nicht schon wieder.‘ Aber in so einem Moment funktioniert man einfach nur. Schlussendlich waren es dann nur zehn Leichtverletzte und keine schweren Brandverletzungen. Dennoch war es eine sehr intensive Nacht, weil ja abgesehen davon mehrere durch Böller schwer Verletzte eingeliefert worden sind. Das war in der Schweiz bestimmt auch so“, richtet er sein Augenmerk auf die Tragödie im Nachbarland mit 40 Toten und 115 Schwerverletzten.

Krone“-Spendenaktion für Francesca
Sechs Opfer hätten eigentlich in die Brandverletzten-Zentren nach Wien und Graz gebracht werden sollen. Doch Samstagvormittag kam die Information, dass sie doch nach Frankreich und Belgien transferiert werden. Diesbezüglich unterstreicht der Klinik-Leiter die hervorragende Zusammenarbeit mit anderen Ländern. Denn: „So etwas kann jederzeit passieren. Das betrifft dann nicht nur ein Land, sondern ganz Europa.“

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Aber wie geht es bei Francesca weiter? Einer ihrer größten Wünsche ist, ihre einstige Haarpracht zurückzugewinnen. Dafür benötigt sie eine teure Haartransplantation. Helfen wir Francesca dabei, den Traum Realität werden zu lassen!

 

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